Geschichte des Dolmetschens

Zur Geschichte des Dolmetschens

Das Dolmetschen ist seit der Entstehung der Sprache bekannt, was eine ungefähre Zeit von etwa 100.000 Jahren ausmacht, in der das Dolmetschen angewendet wird.
Es gibt geschichtliche Hinweise darauf, daß es im Alten Reich von Ägypten, später dann auch in Griechenland und Rom Dolmetscher gab.
Alles in Allem ist über die Geschichte aber noch recht wenig bekannt.

Nimmt man das Beispiel der europäischen Diplomatie, so zeigt sich die Notwendigkeit der Verwendung von Dolmetschern.
Es gab es schon immer verschiedene sogenannte Verkehrssprachen, die bei den Treffen zwischen den einzelnen Staats- und Regierungschefs hauptsächlich benutzt wurden.
Bis zum Ersten Weltkrieg war es die französische Sprache, die bei zwischenstaatlichen Zusammenkünften benutzt wurde und für die Übersetzer und Dolmetscher benötigt wurden.

Ein Beispiel für die Grundzüge des Dolmetschens sind auch die Sprachknaben, Kinder, die zwischen europäischen und orientalischen Staaten ausgetauscht wurden und im jeweils anderen Land aufwuchsen und die Sprache dort erlernten.
Sie wurden später bei Hofe als Dolmetscher eingesetzt.

Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Beruf des Dolmetschers in der heute bekannten Form.
Das Simultandolmetschen ist dabei die jüngste Form, das Flüsterdolmetscher die älteste, die klassische Form.
Zum ersten Male fanden Simultandolmetscher bei den Nürnberger Prozessen in großem Umfang ihren Einsatz.
Heute werden Dolmetscher u.a. bei den meisten größeren Konferenzen und Tagungen eingesetzt, wenn nicht Englisch als allgemeine Sprache verwendet werden kann.